Weihnachtszeit in der Pandemie

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Uns wird geraten Kontakte möglichst einzuschränken, wir sollen zu Hause bleiben, doch was ist mit den Menschen die keine Wohnung oder ein Zimmer haben? Wo bleiben diese Menschen? Sie haben nicht die Möglichkeit sich in die warme Hütte zurückzuziehen. Viele Übernachtungsmöglichkeiten bleiben geschlossen, Tagestreffs dürfen auch nur in seltenen Fällen öffnen, die meisten können die nötigen Hygieneregeln leider nicht umsetzen. Auf der Straße halte viele Menschen mehr Abstand wie vor der Pandemie, die Becherlein bleiben leer und Pfand von geschenkten Getränken fehlt auch an allen Stellen.

Ein wirkliches Gefühl von Weihnacht fällt schwer, viele Vereine versuchen dennoch mit viel Leidenschaft und Liebe ein wenig Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Weihnachtstüten werden mit der Ausgabe von Kleidung, Hygieneartikeln und Lunchpaketen verteilt. Man möchte noch mehr zeigen, das man niemanden vergisst.

Vereinzelt machen sich Ehrenamtliche Menschen auf den Weg durch die Städte, um auf Platte auch noch ein wenig Weihnachtsfreude zu verteilen. Es gibt schöne Handarbeiten wie Socken, Handschuhe, Schals und Mützen die so manches Herz erfreuen. Doch leider gibt es auch dieses Jahr die ersten Opfer, die die Platte nicht überlebt haben. An dieser Stelle möchte ich allen Gedenken, die über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Leuchtet hell und behütet alle denen es ähnlich geht wie es Euch gegangen ist.

Selber war ich auch unterwegs, da ich dieses Jahr meine Weihnachtstütchen selbst verteile. Ich habe einiges gesehen und musste das ein oder andere Mal auch über meinen Schatten springen um auch mal Themen anzusprechen was mir unangenehm war.

Die Damenhygiene Binden oder Tampons, gerade hier ist es echt ein Feingefühl. Ich sprach zum Beispiel mit einer jungen Frau, die mir erklärte, dass sie nur Boxershorts trägt und das da nur Tampons helfen würden. Wieder etwas dazugelernt. Wichtig wäre nicht nur Binden, Einlagen dabei zu haben wenn man helfen möchte, sondern evtl. auch die ein oder andere Packung Tampons.

Leider war ich nur noch mit zwei verschiedenen Sorten Damenbinden ausgestattet.

20 Weihnachtsbeutel konnte ich packen, dazu ein paar Packungen Lebkuchen. Die Beutel wurden gefüllt mit Soft Keksen, Schoko Waffeln, Schokolade, Schokofrüchte und Zuckerstange. Dazu Kaffeesticks, Lippenpflege, Fußcreme, Handcreme im Wechsel. Ein Lächeln und ein paar nette Worte waren mein Lohn bei der Verteilung. Danke für soviel Herzlichkeit. Mir tut es immer Leid, das ich nicht viel mehr geben kann, aber leider ist mein Budget auch nur klein.

Ich möchte Euch noch bitten, solltet Ihr jemanden auf den Straßen sehen und Ihr habt das Gefühl es ist etwas nicht in Ordnung, sprecht den Menschen bitte an und fragt, ob alles in Ordnung ist. Im Notfall bitte einen Notruf absenden. Danke.

Ich wünsche allen von Euch eine besinnliche Weihnachtszeit 2020.

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