Ausstrahlung 1. Folge Berlin Projekt

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Nach Start der Langzeit Doku bin ich mir noch nicht sicher was ich wirklich von dem Projekt und der Wahl der Protagonisten halten soll. Der Moderator und Buchautor Tim macht einen soliden und guten Eindruck. Auch Streetworker und Sozialarbeiter und Streetworker Guido macht einen kompetenten und sympathischen Eindruck.

Das Obdachlose Paar Evi und Masoud wirken mit der angebotenen Hilfe überfordert. Eigentlich war das Hilfsangebot von 10.000 Euro für den Start in ein neues Leben für Evi gedacht. Doch sie kann aus den Teufelskreis Alkoholsucht, Clique und Gedanken nicht gleich ausbrechen. Sie will die 10.000 Euro mit Masoud teilen, doch einen Anfang für ihr neues Leben sieht sie zuerst nicht. Es fällt Evi schwer in dem Berlin Projekt Fuß zu fassen, sie sieht nur ihre Schulden und meint das Geld reicht nicht, um sich ein Leben aufzubauen.

Marcus erzählt von seiner Vergangenheit die traurig und von Gewalt geprägt war. Mit der Hilfe des Projektes erfüllte er sich kleine Wünsche. Er kaufte sich Outfits, ging zum Barbier. Allerdings gibt es auch einen Zeitungsbericht der über Marcus und das Projekt berichtet (Hier geht es zum Bericht) eine Wertung dazu möchte ich jetzt noch nicht abgeben, da ich eine Folge auch zu kurz finde, um mir selbst nach Recherche ein Bild zu machen. Man darf ja auch nicht vergessen ich bin keine Journalistin, lediglich eine Hobbybloggerin, die sich mit dem Thema Obdachlosigkeit beschäftigt.

Eine weitere Protagonistin ist Ronja 18 Jahre eine von vielen Straßenkindern und Jugendlichen die in Berlin leben. Sie ist mit 14 Jahren auf der Straße gelandet. Das junge Mädchen hat Träume und Ziele, sie hat ihre Mittlere Reife auf der Straße gemacht. Sie wirkt abgeklärt, erzählte wie sie ein 14-jähriges Mädchen an die Hand genommen hat und wieder zu ihren Eltern brachte. Sie ist auf einer Internetplattform für Autoren unterwegs und ist stolz, dass sie dort einige Leser hat, sie schreibt sehr gerne. Diese Mädchen hat noch ihr ganzes Leben vor sich, vielleicht hilft ihr ja der Berlin Projekt, ich lasse mich überraschen.

Nach einer Folge finde ich die Dokumentation noch ein wenig verstörend. Es gefällt mir der Gedanke das den Obdachlosen geholfen werden soll. Es ist wie bei vielen Projekten natürlich wichtig, dass die Initiative von den Protagonisten kommt. Auch der interessierte Tim macht einen guten Job, doch ob es Zielführend ist und nach welchen Schemata die Teilnehmer ausgewählt worden sind erschließt sich mir nicht ganz. Es würde mich jedoch freuen, wenn sich mehr Menschen auf Augenhöhe mit Obdachlosen Menschen unterhalten würden, einfach um zu zeigen, das man die Menschen sieht sie ernst nimmt und vielleicht auch versucht zu verstehen was in ihnen vorgeht.

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